Termine, Medientreffen

Regelmäßige Neuigkeiten gibts meist in den regionalen Medien Sächsische Zeitung und beim MDR.

12.12.2014 Sächsische Zeitung: Schulrebellen gewinnen vorm Verfassungsgericht und
Sachsens Schulgesetz in Teilen verfassungswidrig
Hierbei handelt es sich um die Klage der Stadt Seifhennersdorf gegen den Schulnetzplan der Landesregierung Sachsen.

19.2.2013 mdr: Kampf um Schulerhalt – Seifhennersdorfer Schulrebellen bleiben kämpferisch
(Beeinhaltet auch weiterführende Links)

18.1.2013 Zeitung ZEIT-online: Schulschließungen – Rebellion im Klassenzimmer
Zusammenfassender Artikel für Einsteiger. Nicht sonderlich sachfest.

4.1.2013 mdr hier-ab-vier: Die Schulrebellen von Seifhennersdorf (Video)
(Ausschnitt des Beitrags der ARD Tagesthemen vom 3.1.2013)

3.1.2013 vormittags ARD Tagesthemen in der Schule
Sendung in ARD Tagesthemen abends: Seifhennersdorf – die Wuteltern und der illegale Unterricht (Video) – Der Beitrag beginnt bei 15:58 im Video

(Henry) Sieh an, Herr Bélafi gibt nun doch wieder Interviews. Beim letzten Treffen in Bautzen lehnte er das noch zukünftlich kategorisch ab!
Eine weniger polarisierte journalistische Darstellung der Tagesthemen-Redaktion wäre sicherlich förderlicher gewesen: Ersetze Wut durch Enttäuschung und Verdruß, sowie illegal durch Gerichtsentscheid Februar 2013. Seifhennersdorf ist nicht der Nabel der Welt, aber auch nicht deren Ende.

Mi 19.12.2012 13.30 Uhr Fahrt zum Kreistag nach Görlitz

Der Spiegel-Artikel vom 01.10.2012 ist nun auch für Nichtabonnenten des Spiegels kostenlos online verfügbar:
BILDUNG – Occupy Seifhennersdorf: In Sachsen rebellieren Eltern gegen eine Schulschließung. Mit Hilfe von Rentnern und einer Lehrerin aus Tschechien organisieren sie den Unterricht selbst
direkt Artikel mit Bild als pdf

Mo 10.12.2012 19.00 Uhr Elternabend

Sa 01.12.2012 Tag der offenen Tür an der Andert-Mittelschule in Ebersbach und Pestalozzi-Mittelschule in Großschönau

Fr 30.11.2012 Spiegel.TV besucht die Schule

29.11.2012 mdr hier-ab-vier: Die “Schul-Rebellen” von Seifhennersdorf (Video)
Auch heute keine neuen Positionen bei den Kontrahenten.

28.11.2012 Deutschlandradio Kultur: “Man hat uns wirklich in die Irre geleitet” – Eltern im Streit mit dem sächsischen Bildungsministerium

23.11.2012 Sächsische Zeitung: Ministerin gegen Polizeieinsatz im Schulstreit
In den umliegenden Gemeinden gibt es mitnichten überall eine Mittelschule, Leutersdorf z.B. hat keine!

22.11.2012 mdr Sachsenspiegel: “Recht und Gesetz walten lassen” – Kultusministerin will durchgreifen (Video)
Vielleicht will man der möglichen Aufhebung des Schulnetzplans zuvor kommen?

21.11.2012 freie Presse: Kurth fordert Ende des Schulprotests in Seifhennersdorf
Auffallend, wie gut man in der Bildungsagentur informiert ist und wie gerne man das Wort Polizei erwähnt. Frau Kurth war auch noch nie bei den Schulrebellen, gestattet sich aber Ansichten über die Unterrichtsqualität.

Mo 19.11.2012 19.00 Uhr Elternabend in der Schule

Mo 12.11.2012 19.30 Uhr Elternabend in der Schule

Do 08.11.2012 – Der Schulnetzplan steht nun auf dem Prüfstand:
Pressemitteilung Verwaltungsgericht Dresden 08.11.2012 – Entscheidung im Streit um Schulnetzplan des Landkreises Görlitz vertagt und mdr Sachsenspiegel: Klage gegen Schulnetzplan: Gericht vertagt Entscheidung zu Seifhennersdorf

Mo 29.10.2012 – Gespräch im Schulamt Bautzen ohne Ergebnis
Einen Teil des Geschehens speziell an diesem Tag und den vorherigen drei Treffen findet man aktuell in orangenen Einsetzungen hier: Detail 1 und Detail 2

Do 08.11.2012 ab 07.15 Uhr Sorbische Presse

Mi 07.11.2012 gegen 12.00 Uhr ist das ZDF vor Ort und möchte so viel wie möglich Beteiligte sprechen: Eltern, Lehrer, Großeltern, Unterstützer, usw.
Vielleicht traut sich das Schulamt auch her? (Von dort kam niemand)
Sendung im ZDF Länderspiegel: Dorf kämpft gegen Schulschließung (Video)

Fr 02.11.2012 19.00 Uhr Elternabend Ratskeller

Mo 29.10.2012 drei Eltern-zusammenfassende Termine Schulamt Bautzen (nicht öffentlich)

Do 25.10.2012 18.00 Uhr Elternabend

Do 25.10.2012 13.00 Uhr Interview mit der Zeitung ‘Die Welt’ (Artikel online)
Zum Artikel sind über 100 ‘bunte’ Kommentare gepostet worden, bis der Thread geschlossen wurde. Recht interessant.

Do 25.10.2012 10.30 Uhr Interview mit der Presseagentur dpa.

Fr 19.10.2012 19.00 Uhr Querxenland: Treffen mit Bildungsagentur Herr Bélafi und Vertretern des Landkreises. (nicht öffentlich)
Danach: Interview mit Sächsischer Zeitung

17.10.2012, kam die schriftliche Einladung des Schulamts – allerdings nicht, wer von dort kommen wird. (zurückgestellter Bericht folgt)

Fr 19.10.2012 vormittags Zeitung FAZ (öffentlich)

Fr 19.10.2012 vormittags Tschechisches Konsulat und 10.00 Uhr tschechisches Fernsehen (öffentlich)

Do 18.10.2012 19.00 Uhr Stadtratsitzung Seifhennersdorf (teilöffentlich) (Ergebnis)

Do 18.10.2012 18.00 Uhr Interview Zeitung FAZ vor Rathaus Seifhennersdorf (öffentlich)

Mi 17.10.2012 18.00 Uhr Sitzung des Stadtrats Seifhennersdorf mit Herrn RA Neie. (öffentlich)

Mo 15.10.2012 17.00 Uhr Sitzung des Stadtrats Seifhennersdorf mit Herrn RA Schmidt. (öffentlich)

Fr 12.10.2012 19.00 Uhr Querxenland: Treffen mit Bildungsagentur Herr Bélafi und Vertretern des Landkreises. (öffentlich)

Mi 10.10.2012 13.00 Uhr Busabfahrt vor Rathaus Seifhennersdorf nach Görlitz zum Kreistag. Es kann jeder kostenlos mitfahren, bis der Bus voll ist. (teilöffentlich)

32 Gedanken zu “Termine, Medientreffen

  1. Hallo, heute schon persönliche Post erhalten? Für die ersten 32 Fehlstunden kam heute der Bußgeldbescheid von 98,50€. Frau G., stellvertretende Ref.-leiterin will Zeugin sein – ob sie jemals in Ebersbach war?
    Übrigens die Kosten des Verfahrens haben wir zu tragen. Tolle Einnahmen für den Landkreis.

    • Die gute Frau ist auch Zeugin in allen Schulen, nun ja, scheint ihr Job zu sein. Wir haben den Bescheid auch erhalten, leider sind wir uns keiner Schuld bewußt und müssen dem Bescheid widersprechen.

  2. Da scheint es ja jemand mit dem Verhandlungsfrieden nicht so genau zu nehmen.

    Bei meinem Bescheid kann ich mir das Gesetzt aussuchen, gegen das ich verstoßen haben soll. 3 Tage vor Erlass wurde mir noch Akteneinsicht eingeräumt. Die müsste ich erst einmal wahrnehmen können.

    Außerdem gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung. Noch hat mir niemand nachgewiesen, dass ich es war. Vielleicht war es ja der andere Sorgeberechtigte. Bin gespannt, wie sich das löst…

  3. Bislang können Eltern nur einen Gastschulantrag stellen und zwingende persönliche Gründe anführen, um ihr Kind in eine andere als die zuständige (Grundschule) schicken zu können. Anträge sind oft erfolgreich, wenn ein alleinerziehendes Elternteil eine Arbeitsstelle in der Nähe der bevorzugten Schule nachweisen kann oder diese Schule eine Mittagsbetreuung anbietet.
    Manche Elternverbände halten die Schulsprengel als Einschränkung der freien Schulstandortwahl für überholt und fordern mehr Wettbewerb unter den (Grundschulen.) [6] Befürchtungen werden geäußert, dass die eigenen Kinder auf der ihnen per Wohnsitz zugewiesenen Schule keine guten Startbedingungen beim Übertritt ins (Gymnasium) erhalten.

    Artikel 2 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland:
    (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, … und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung ….. verstößt.
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

    In beiden Fällen wäre es ein Versuch wert.

    • Als Zitiergebot bezeichnet man die in Art. 19 Abs. 1 Satz 2 des deutschen Grundgesetzes festgelegte Pflicht des Gesetzgebers, bei einer Einschränkung von Grundrechten durch ein Gesetz oder auf Grundlage eines Gesetzes das betroffene Grundrecht unter Angabe des Grundgesetzartikels zu nennen. Bei einem Verstoß gegen das Zitiergebot ist das Gesetz verfassungswidrig… ;)

      Gleiches steht auch in Art. 37 der Sächsischen Verfassung.

      Ist das Schulgesetz des Freistaates oder sind zumindest einzelne §§ somit verfassungswidrig?

      Durch das Schulgesetz werden zweifelsohne die Grundrechte eingeschränkt! Eine Benennung der Einschränkung kann ich im SächsSchulG nirgendwo finden.

  4. Es ist doch schön zu sehen, dass die s.g. “Schulrebellen” nicht nur Gesetze des Bundes und des Freistaates Sachsen, wie auch Urteile von ordentlichen Gerichten der Bundesrepublik ganz nach ihren Gutdünken verdrehen, so dass sie für die jeweilige Situation passen. Nein, sogar das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wird hier vergewaltigt. Vielleicht wäre es nicht schlecht gewesen, wenn auch die teilweise fehlenden Passagen des Art. 2 GG mit in den Kommentar von “JöDo” hineinkopiert worden wären. Natürlich würden diese fehlenden Passagen dann nicht mehr zum s.g. “Protest” der s.g. “Schulrebellen” passen. Vielleicht nur soviel: Art. 2 (1) GG besagt, dass jeder das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hat, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die (und jetzt ACHTUNG!!!) verfassungsmäßige Ordnung (…) verstößt. Als verfassungsmäßige Ordnung bezeichnet man die Summe aller formell und materiell rechtmäßigen Rechtsnormen, also die gesamte Normenpyramide von verfassungsgemäßen Bundesgesetzen bis hinunter zu verfassungsgemäßen Gemeindesatzungen. ALSO AUCH SOLCHE, FÜR DIE “SCHULREBELLEN” OFFENSICHTLICH VÖLLIG UNWICHTIGEN DINGE WIE DAS SÄCHSISCHE SCHULGESETZ ODER DIE AUF GESETZEN BASIERENDEN ENTSCHEIDUNGEN SÄCHSISCHER GERICHTE!
    Art. 2 (2) GG in diesem Zusammenhang zu zitieren ist wohl ebenfalls etwas weit hergeholt. Mir ist noch nicht zu Ohren gekommen, dass die Kinder der “Schulrebellen” mit Waffengewalt oder unter Anlegung von Fußfesseln und Handschellen in andere Schulen gezwungen werden!?
    Abschließend sei vielleicht darauf hingewiesen, welchen Eindruck der s.g. “Protest” auf die Kinder nicht nur der “Schulrebellen” macht. Möglicherweise bringt man seinen Kindern somit bei, dass es in einer Demokratie nicht notwendig ist, sich legitimen Mehrheitsentscheidungen zu beugen bzw. staatliche Autoritäten zu beachten.

    F. Müller

    • Es ist so, daß die einzelnen Schulrebellen jeweils ihre eigene Meinung und Vorstellungen haben. Und diese auch kundtun dürfen – hier und auf anderen Wegen. Außerdem sind wir alle weder Politiker noch Juristen. Wir sind Eltern und müssen im Sinne der Kinder die Entscheidungen treffen.

      Es ist einfach die Entscheidungsebene an Politiker und deren Gesetze abzugeben. Macht nicht so viel Arbeit und dann diese schwere ‘Last’. Will man sich die Eigenverantwortung aufhalsen oder doch lieber für ‘kleines Geld’ andere machen lassen?

      Und was ist nun dein Wunsch? Kommt irgendwie nicht so offensichtlich raus. Definiere es mal richtig!

      Wer hier vergewaltigt wird, nun ja, ist doch wohl offensichtlich. Die ‘Handschellen’ kommen nun im Wochenrhythmus in den Briefkasten – durch Mahnbescheide und was sie sich sonst noch einfallen lassen. Das Druckmittel Noten und Versetzung wurde ja schon überstrapaziert. Die Polizei würde man liebendgerne schicken. Dummerweise wäre das quasi politischer Selbstmord und die nächste Wahl ist nicht allzuweit weg. So ein ‘netter’ Brief ist halt schön leise und unauffällig.
      Die Kinder fühlen sich durchweg wohl und die die es nicht schafften sich damit auseinanderzusetzen, verließen wie ebensolche Eltern, die ‘Schulrebellen’. Was so auch nicht ganz richtig ist. Die meisten dieser Eltern schicken ihr Kind an die Zielschule und sympathisieren weiterhin trotzdem mit uns. Der Wunsch bei einer guten Lösung der Sache zurückzukehren, wurde mehrfach geäußert.
      Nicht jeder kann eine längliche Auseinandersetzung durchstehen, oder ist z.B. schlicht durch seinen staatlichen Arbeitgeber unter Druck gesetzt worden.
      Einen besseren Realitätscheck kann man für die Kinder wohl kaum kreieren. Lebendiger Sozialunterricht in der Wirklichkeit. Die Kommentare der Kinder nach dem Besuch des Landtags waren erstaunlich aufgeklärt und vernichtend. Als “Störenfriede des sozialen Friedens” beschimpft zu werden und dabei nicht mal antworten zu können, verstehen auch zehnjährige Kinder umgehend.

      Es ist absurd, wegen 2 nominal fehlenden Kindern keine 5.Klasse einzurichten! Hier soll schlicht auf Biegen und Brechen eine vorherige politische Entscheidung durchgedrückt werden. Dafür sind dann ALLE Mittel recht. Die Mittelschule in Seifhennersdorf soll weg, die Schule in Ebersbach in eine Megaschule nach westlichem Vorbild umgewandelt werden. Man hofft so Kosten zu sparen und dem hausgemachten Lehrermangel zu begegnen.

      Was in der unbedarften weiteren Öffentlichkeit nicht gesehen wird, ist, daß diese Schule eine funktionierende Mittelschule mit momentan drei weiteren vorhandenen Klassenstufen (aktuell 8, 9 und 10. Die Stufen 5 und 6 wurden ja bereits weggeekelt) ist, ein volles Lehrerkollegium vor Ort ist und beide Gebäudekomplexe mitnichten baufällige Ruinen und ausreichend groß sind – so wie das von manchen prinzipiell agierenden Gegnern hingestellt wird (Seifhennersdorf besteht übrigens auch nicht nur aus lauter ‘toten’ Ex-Nazis, sondern ist eine ganz normale Kleinstadt). Eigentlich eine ganz schlichte normale Schule, wenn es da nur nicht die Maxime der Bildungsagentur gäbe.

      Es handelt sich wesentlich um zwei Dinge:
      1. Man will in der Politik unbedingt Recht behalten und auf keinen Fall den Eindruck vermitteln, andere ‘Nachahmer’ könnten nun auch ihre lokale Schule retten.
      2. Man will die Lehrerstundenzahlen optimieren, um damit auch noch das letzte aus dem Lehrpersonal zeitlich rauszuquetschen.

      Während die Kaste der Politiker und Verwaltungsebene bevorzugt die eigenen Kinder an die Privatschule schickt (Man hat ja genug eigenes Einkommen), wird die alte ‘Dorfschule’ plattgemacht. Die Ernte wird man dann in 20 Jahren einfahren, wenn die jetzigen Entscheidungsträger bereits alle ihr Schäfchen ins Trockene gebracht haben werden. Dann beginnt erneut das Gejammer und wiederum sind Teile einer jungen Generation verloren.

      Für mich ist das schlicht die allgegenwärtige Kapitalisierung des Marktes durch Privatisierung, diesmal eben im Schulbereich. Eigentlich war das auch längst überfällig. Hartz4 ist soweit abgeschlossen, nun wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

      Keine Frage, wenn z.B. die Klassenstärke nominal 25 Schüler sein soll und sich nur 5 anmelden, wird man diese sinnvollerweise auf andere Schulen umleiten, aber wegen 2 fehlenden Schülern von 40 so einen Affenaufstand zu machen, ist einfach nur lächerlich! Stattdessen erodiert man die Klasse bis sie wirklich keine mehr ist – Stück für Stück!
      Es war für uns Laien nicht ersichtlich, daß diese Schule nur dem Schein nach noch vorhanden ist! Wäre man ehrlich, hätte man gleich ein “Geschlossen”-Schild angebracht und alle Eltern konsequent abgewiesen. Stattdessen wurden alle Kinder erstmal angenommen und mit unterschiedlichen Fristverfahren dann vor die Tür gesetzt! Abgänge wurden länger gewährt als Aufnahmen. Zwei Termine für einen Vorgang! Eben nach Belieben!

      So als kleines Beispiel ob der Absurdität stelle man sich mal vor, was diese 5.Klasse extra kosten würde und was das ganze bisherige ‘Vergewaltigungsverfahren’ bereits den Steuerzahler kostete. Also alles, auch die versteckten Kosten! Was kostet z.B. die angefallenen drei Richter pro Tag, deren Schreibbüro, der Versand, die Terminüberwachung, usw.?

      Sinnlos auch, denn die Einwohnerzahlen haben sich nach dem Aderlaß gen Westen der letzten Jahrzehnte stabilisiert. Die Schülerzahlen der nachfolgenden Generation ist abschätzbar und ausreichend für Seifhennersdorf!

      Vielleicht wird eine der nächsten Generationen von Grundschülern dann die Koffer für eine Billigschule in Fernost packen müssen? Überspitzt.

      Also erst Gehirn einschalten und damit denken, und nicht einfach blöde nachplappern! Es geht immer nur ums vermeintlich einzusparende Geld und Erhaltung der Machtstrukturen.

      Wir betrachten das Geschehen als Verstoß gegen die Menschenwürde auf eine angemessene Bildung. Dazu gehört für uns auch die Schule vor Ort.
      Eine angemessene Reaktion der Behörden ist uns nicht ersichtlich.

      Auch dieser Kommentar ist nicht das Wort aller Schulrebellen! Vermutlich habe ich aber den Kern recht gut ausgedrückt. Auch ohne auf alle Details explizit einzugehen. Mein Eindruck ist nur, daß das mal kompakt an einer Stelle dargestellt werden mußte.

      Danke!

  5. Na, dann fangen wir doch mal an, sachlich zu diskutieren.
    Zu Pkt. 1: “Wir sind Eltern und müssen im Sinne der Kinder die Entscheidungen treffen.”
    Im Sinne der Kinder entscheiden, dies kann ich in dem ganzen “Affentheater”, den Ihre Protestgruppe schon seit Wochen veranstaltet, nicht erkennen. Für mich drängt sich mir da ein Wort auf: “BOCKIGKEIT”. Ganz nach dem Motto, wenn wir unseren Willen nicht bekommen, und die Schule erhalten bleibt, machen wir weiter. Würden Sie im Sinne der Kinder entscheiden, hätten Sie schon längst einen Blick auf die möglichen und mittlerweile wahrscheinlichen Folgen für die Kinder (UND NICHT FÜR DIE ELTERN!!!) geworfen. Ich rede hier von der Anhäufung von unentschuldigten Fehltagen, Nichtanerkennung von Zensuren und Zeugnissen sowie nicht zuletzt auch ein mögliches “Eindringen” Ihrer Kinder als Nachzügler in einen bestehenden Klassenverbund, sollte sich Ihr Protest irgendwann als sinn- und hoffnungslos erweisen.

    Zu Pkt. 2: “Es ist einfach die Entscheidungsebene an Politiker und deren Gesetze abzugeben.”
    Möglicherweise haben Sie in Ihrer Verbohrtheit den Sinn und die Bedeutung des Wortes DEMOKRATIE, den Sie (und ich) und hoffentlich auch der Großteil der “Schulrebellen” als ehemalige DDR-Bürger kennen und schätzen gelernt haben, vergessen!? Demokratie bedeutet nicht “Miteinander”, wie dies in einem weiteren Kommentar auf dieser WebSite behauptet wird. Vielmehr bedeutet dieses Wort MITBESTIMMUNG. Und diese Mitbestimmung wird u.a. in freien Wahlen ausgeübt, in dem das Volk seine Entscheidungsgewalt den gewählten Politikern in diesem Land überträgt! Und eine der Aufgaben eben dieser, durch Sie und mich und auch die “Schulrebellen” gewählten Politiker ist es, dem Staat gültige Rechtsnormen, die das Zusammenleben aller Menschen in diesem Staate regeln, in Form von Gesetzen zu geben. Diese Gesetze sollen nämlich genau das verhindern, was derzeit in Seifhennersdorf durch Sie propagiert wird; nämlich wenn mir eine Entscheidung nicht passt, ignoriere ich sie einfach und mache was ich will! Gesetze gilt es, einzuhalten und zu respektieren. Wer diesen Gesetzen zuwiderhandelt wird bestraft (z.B. in Form von Bußgeldbescheiden). Zur Anmerkung politischer Selbstmord im Falle einer Vollstreckung der SCHULPFLICHT durch die Polizei kann ich nur sagen, sie sollten Ihren Protest vielleicht nicht überbewerten. Sie demonstrieren weder gegen Atommüllendlager noch die Schließung von großen Produktionsstätten wo es um tausende Arbeitsplätze geht. Es geht hier um 17 Schüler und deren Eltern + etwaige Sympatisanten in Deutschland. Dies wird mit Sicherheit nicht zu einem politischen Umsturz in der Bundesrepublik mit dem Ergebnis führen, dass danach alle wieder die LINKE oder (Gott bewahre!!!) die Nazis wählen, weil Sie sich genau von diesen Nischenparteien vor deren Karren spannen lassen!! Daran kann auch eine klare Abgrenzung von der NPD auf Ihrer WebSite nichts ändern! Und vielleicht denken Sie in diesen Zusammenhang wirklich mal an Ihre Kinder und was es wohl für diese bedeuten würde, von der Polizei aus dem Schulgebäude geführt zu werden!

    Nächster Pkt: “Nicht jeder kann eine längliche Auseinandersetzung durchstehen, oder ist z.B. schlicht durch seinen staatlichen Arbeitgeber unter Druck gesetzt worden.”
    Zuerst finde ich es absolut verwerflich, von diesem Staat sein Geld zu erhalten, dann jedoch Entscheidungen, die der Staat getroffen hat zu ignorieren bzw. zu missachten. Das zeugt für mich nicht gerade von Loyalität gegenüber dem Staat.
    Und weiterhin finde ich in dem Zusammenhang Ihre verwunderte Bemerkung sehr merkwürdig, dass jemand von seinem staatlichen Arbeitgeber unter Druck gesetzt worden ist. Vielleicht ist dem Arbeitgeber, wie auch übrigens vielen anderen Personen die Tatsache sauer aufgestoßen, dass jemand, der im Staatsdienst beschäftigt ist, sich über Entscheidungen dieses Staates hinwegsetzt!?

    Richtig pädagogisch wertvoll fand ich übrigens die Aktion der “Schulrebellen” vor dem sächsischen Landtag. Was war der Grund, die Kinder mit nach Dresden zu nehmen? Womöglich derselbe Grund warum auch in den Medien traurige Kinderaugen gezeigt werden wenn es gilt, Forderungen durchzusetzen oder auf Missstände aufmerksam zu machen!? Hier wird erneut auf dem Rücken der Kinder durch SIE Politik gemacht!

    Nächster Pkt: “Es ist absurd, wegen 2 nominal fehlenden Kindern keine 5.Klasse einzurichten! Hier soll schlicht auf Biegen und Brechen eine vorherige politische Entscheidung durchgedrückt werden.”
    Tja, was soll ich sagen, die Grenze waren 40 Schüler. Diese Grenze wurde, trotz verschiedener Maßnahmen Ihrerseits bzw. der Gemeinde Seifhennersdorf und dem Förderverein zum Schuljahresbeginn NICHT erreicht! Tatsache ist, zum Schuljahresbeginn gab es nur 38 Schüler. Nun sagen Sie, lediglich 2 Schüler fehlen. Wo ziehen Sie denn die Grenze? Bei einem, vielleicht zwei oder fünf oder vielleicht gar zehn Schülern? Ab wann ist man in einer Tempo 30-Zone zu schnell gefahren? Ab 31, vielleicht 32 oder gar erst ab 40 km/h? Ebenfalls ist es nicht so, als hätte die ständige Gefahr einer Schließung der Schule in Seifhennersdorf nicht schon in den vergangenen Jahren im Raum gestanden! Und dies ist die eigentliche Verantwortungslosigkeit, die ich Ihnen und den anderen “Schulrebellen” vorwerfe. Sie melden Ihre Schüler in dem Glauben in Seifhennersdorf an, es wird schon alles glatt gehen. Und nun ist das Geschrei und das Wehklagen groß, weil es eben doch nicht alles glatt gegangen ist. Ebenfalls waren und sind die Methoden, wie durch Vertreter der Stadt Seifhennersdorf und mit Sicherheit auch durch Vertreter des Fördervereines im Vorfeld des neuen Schuljahres um Schüler “geworben” wurde, für mich äußerst fragwürdig.
    Zuerst wäre da die Datenbeschaffung zu nennen. Ein Großteil der für Seifhennersdorf in Frage kommenden Eltern wohnt in der näheren Umgebung. Somit ist das Einwohnermeldeamt in Seifhennersdorf für die Verwaltung der Meldedaten zuständig. Und ich unterstelle an dieser Stelle ganz offen, dass sich Daten der potentiell neuen Fünftklässler sowie deren Eltern, die sich nicht von anderen redseligen Eltern beschaffen ließen, aus diesem Register besorgt wurden, um diese Eltern dann geziehlt kontaktieren zu können. Stichwort Datenschutz sowie Integrität der Daten. Weiterhin fand ich die an eine DRÜCKERKOLONNE erinnernden Besuche und Kontaktaufnahmen durch Vertreter der Stadt Seifhennersdorf grenzwertig! Mein Grundstück wurde durch einen Mitarbeiter des Seifhennersdorfer Gemeinderates mehrfach vergeblich aufgesucht, bis mich besagter Mitarbeiter des Gemeinderates dann an einem Sonntag um ca. 12:30 Uhr zu Hause antraf und versuchte mich mit leichtem Druck doch dazu zu bewegen, mein Kind in die Seifhennersdorfer Schule zu schicken. Nachdem ich dieses Ansinnen abgelehnt hatte, entfernte sich der Mitarbeiter erst auf “Anweisung”, mein Grundstück jetzt doch zu verlassen. Ebenfalls habe ich von Bekannten erfahren, dass auch am Telefon Druck auf Eltern ausgeübt wurde!

    Wenn wir schon über Meinungen von Kindern diskutieren, frage ich Sie an dieser Stelle, was Sie von der Schlammschlacht, die Ihre “Schulrebellen” gegen umliegende Schulen entfacht haben, halten. In meinem Bekanntenkreis gibt es mehrere Eltern, deren Kinder z.B. auf die in Ihren Augen ach so furchtbare Oderwitzer Schule gehen. Und welch Überraschung, auch wie Ihre Kinder mit Ihrer Schule ausserordentlich zufrieden sich und sich wohlfühlen (trotz des menschenverachtenden Baulärmes, der offensichtlich in Ihren Augen ein Fall für die Genfer Menschenrechtskonvention ist)!

    Nächster Pkt: “Die Mittelschule in Seifhennersdorf soll weg, die Schule in Ebersbach in eine Megaschule nach westlichem Vorbild umgewandelt werden.”
    Den Satz müssen Sie unbedingt so im ZDF oder der BILD verbreiten. Besonders die Wörter WESTLICHEM VORBILD sollten Sie unbedingt betonen! Damit jeder in den westlichen Bundesländern sich in dem Vorurteil bestätigt fühlt, dass im Osten Deutschlands auch 22 Jahre nach der Wiedervereinigung noch ewig Gestrige rumlaufen, die sich mit pauschalen Äusserungen den Osten zurückwünschen.

    Letzter Pkt.: “Eine angemessene Reaktion der Behörden ist uns nicht ersichtlich.”
    Wie hätte denn eine nach Ihrer Meinung nach angemessene Reaktion der Behörden ausgesehen? Nein, ich vermute einfach mal, die 5. Klasse hätte in Seifhennersdorf eingerichtet werden MÜSSEN!? Eine andere Lösung kommt für die “Schulrebellen” ja ohnehin nicht mehr in Frage. Oder hätte ein Behördenvertreter (vielleicht sogar der Landrat, Hr. Lange) auf Kien nach Seifhennersdorf rutschen müssen und sich für die ach so ungerechte Entscheidung eines Verwaltungsgerichtes entschuldigen müssen!? Ich denke, Sie sind mit Bußgeldbescheiden noch recht gut und angemessen bedient. Mir fallen da auch andere Sachen wie z.B. Zwangsmaßnahmen durch die Polizei ein.
    Aber ich denke mal, dass die Stadt Seifhennersdorf und mit ihr die glühende und voranschreitende Patriotin Fr. Berndt als Bürgermeisterin und Verfechterin des Aufbegehrens gegen legitime Entscheidungen für die Begleichung der Bußgeldbescheide sorgen wird…!?

    Achso, Sie fragten nach einem klaren Statement meinerseits (falls dies nicht zwischen den Zeilen herauszulesen war):
    HÖREN SIE AUF MIT IHREM VERMEITLICHEN PROTEST AUF DEM RÜCKEN IHRER KINDER. ORDNEN SIE SICH ENTSCHEIDUNGEN UNTER. GEHEN SIE ALS ELTERN MIT GUTEM BEISPIEL GEGENÜBER IHREN KINDERN VORAN. LASSEN SIE ZUKÜNFTIG DAS MADIGMACHEN DER UMLIEGENDEN SCHULEN! RESPEKTIEREN SIE MEHRHEITSENTSCHEIDUNGEN!

    VERHALTEN SIE SICH WIE BÜRGER EINES DEMOKRATISCHEN STAATES!!

    • Gut, dass im Internet soviel zu finden ist. Manchmal ergeben sich daraus tolle Erkenntnisse und auch Fragen.

      Und nun eine solche Frage, die sich aus “Schulporträt Sachsen/Mittelschulen /Rothenburg/Zusammensetzung der Schülerschaft” ergibt: Rothenburg ist/soll die Heimatstadt von Landrat Lange sein. Sind manche Schulen gleicher?

      Mittelschule Rothenburg Schuljahr 2010/11 – ein Auszug

      Klassenstufe Anzahl der Klassen Schülerzahl gesamt Mädchen Jungen
      5 2 29 9 20
      6 1 26 13 13
      7 2 27 9 18
      8 2 29 12 17
      9 2 26 13 13
      10 2 30 10 20
      *1 2 9 4 5

      *1: Vorbereitungsklassen und -gruppen für Migranten

      darunter integrierte Förderschüler: Anzahl 6

      ergänzt durch Henry:
      Quelle: Zusammensetzung der Schülerschaft – Mittelschule “Moritz Zimmermann” Rothenburg (Schuljahr 2010/2011 auswählen)
      Beachtet: Klassenstufe 6 ist nicht zweizügig!

      Seht mal selbst nach und vergleicht die Gesamtschülerzahlen mit der Klassenzahl im 5. Schuljahr. Bei 38 oder gar 41 Kindern hätten die Rothenburger vermutlicherweise 3 Klassen bilden dürfen. Dann schaut mal ins Schuljahr 2011/12, ist auch interessant oder sind 2010/11 alle 6 Integrationsschüler gerade mal ins 5. Schuljahr eingetreten? Wie deutet Ihr die Zahlen? Wenn ich lese, dass bei 29 Kinder 2 Klassen gebildet worden sind, dann sehe ich selbst im Traum nur noch Fragezeichen. (Auch der Herr Müller sollte mal dort nachschauen, um zu sehen, was es noch alles in dieser Wahlperiode gab, ehe er unseren Eltern irgendwelche Radikalität und Grundgesetzverstöße vorwirft.) Im Übrigen: In der BRD herrscht im Bildungswesen Länderhoheit. Da werden durch das GG nur die allgemeinen Grundrechte geschützt. Alles andere verdirbt Sachsen mit seiner Bürokratie selbst. Die CDU hätte im Moratorium der FDP eine Möglichkeit gehabt, den Streit elegant zu umgehen, wollte sie aber nicht. Wie kann man auf den kleineren Koalitionspartner hören? Er hat doch mit der Mehrheitsbeschaffung schon seine Schuldigkeit getan. Genauso elegant wäre der Weg des Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer gewesen, einfach eine Außenstelle zu bilden. Seitdem ist er so merkwürdig still. Sein Vorschlag steht zwar nicht im Schulgesetz, aber auch nicht dagegen. Kluge Politiker finden Kompromisse. Aber was Herr Belafi als Kompromiss anbot, war inhaltlich jedesmal Schröder-O-Ton: Ihr geht nach E. und damit basta. Aussuchen dürft ihr euch eventuell, mit welcher Verkehranbindung dahin kommt und wir stecken die Kinder großzügig in eine Klasse. Es gab also keinen Vergleich mit ihm, sonst hätte er die Bildungsagentur Bautzen ( Welch ein unschönes Wortungetüm für das gute Jahrhunderte alte Wort Schulamt! Ist Herrn Belafis Berufsbezeichnung nun Schulrat oder Bildungsagent – eventuell 007? ) im Regen stehen lassen, die das Ziel der Abwicklung der MS Seifh. schon seit Jahren (reicht 1 Jahrzehnt?) mit Beharrlichkeit verfolgt. Da gab es einmal einen Herrn D., der sagte zu Seifhennersdorfer Stadträten einen Spruch, den ich hier nicht wiederholen will. Fragt mal bei Frau Berndt nach. Sie kennt ihn, war aber damals selbst geplättet und das bedeutet was!!!
      Euer Schoololdie.

      • Das Tabellen kopieren hat offensichtlich nicht geklappt. Ich heiße eben nicht von und zu G. Bei mir merkt man`s gleich, wenn ich kopiere.

        • HTML-Syntax benutzen. Am einfachsten via Klonen, in dem man sich eine passende Seite sucht, rechter Mausclick im Menü auswählen “Seitenquelltext anzeigen” o.ä., passende Stelle suchen mit Stichwort im Browser. Sich die Struktur an der Stelle ansehen und daraus lernen. Dann es selbst im Beitrag verwenden. Oder einen HTML-fähigen Editor benutzen und das Ergebnis kopieren.
          Beispiel (Die Leerzeichen dann weglassen, mußte ich hier verwenden damit man es sehen kann):
          < b>dick< /b>
          ergibt:
          dick

  6. Sehr geehrter Hr. “school oldie”,
    wenn Sie und die anderen “Rebellen” bei öffentlichen Auftritten ebenso argumentieren und anfangen, unsachlich zu werden, müssen Sie sich nicht wundern, wenn niemand bereit ist, über irgendwelche Anliegen Ihrerseits zu sprechen.
    Also um nur etwas klarzustellen, es war sicherlich nicht meine Absicht, in meinen Kommentaren irgend jemandem irgendwelche Grundgesetzverstöße zu unterstellen (dies ist in diesem Zusammenhang auch gar nicht möglich!). Ich habe lediglich den Personen mit gefährlichem Halbwissen versucht klarzumachen, dass das höchste deutsche Gesetz in Ihrem Fall ja wohl etwas zu hoch gegriffen ist… Zum Begriff Radikalität kann ich Ihnen nur empfehlen, im Internet nicht nur nach uralten, auf die Situation in Seifhennersdorf passenden Tabellen oder Statistiken zu suchen, sondern vor dem Antworten auf vielleicht kritische Kommentare die Definition von Begrifflichkeiten nachzuschlagen. Danach bezeichnet der Begriff Radikalität im eigendlichen Sinne “EIN KOMPROMISSLOSES BEHARREN AUF GRUNDPOSITIONEN, DAS SICH GEGENÜBER DEN EINSTELLUNGEN UND WERTEN ANDERER INTOLERANT VERHÄLT und demokratische Grundwerte letztlich ablehnt, wie z. B. der Links- bzw. Rechtsradikalismus, der gewaltsame Handlungen befürwortet.” Natürlich will ich in diesem Zusammenhang im Sinne einer sachlichen Diskussion nicht verschweigen, dass der Schlussteil (kleingeschrieben) natürlich ausdrücklich NICHT auf die “Schulrebellen” passt und ich dies Ihnen auch keinesfalls unterstelle!! Jedoch trifft wohl der großgeschriebene Teil der Definition ausnahmslos auf Sie und Ihr Gebaren in dieser Angelegenheit zu.
    Aber vielleicht äußern Sie sich auch zu den anderen, von mir kritisierten Punkten!?

  7. Werter Herr Müller,
    die Tabellen, die das Sächsische Kultusministerium alljährlich ergänzt, habe ich nicht erfunden. Sie enthalten für das Schuljahr 2011/12 für Rothenburg die Bildung zweier fünften Klassen mit insgesamt 38 Schülern bei 4 integrierten Förderschülern für die g a n z e Schule. Im Jahr 2010/11 wurden 2 Klassen bei 29 Schülern und 6 integrierten Schülern für die ganze Schule genehmigt..
    Schauen Sie sich das selbst an. Für mich sind diese Zahlen ganz und gar nicht “uralt”. Wie müssten Sie Ihr Alter dann nämlich einschätzen, wenn 1 oder 2 Jahre schon uralt ist? Es sind nur 3 Jahrgänge angegeben, der letzte ist noch nicht ausgefüllt. Die wirklich uralten Jahrgänge sind bereits gelöscht. Das Schulporträt gibt es ungefähr seit 2002.
    Und nun muss ich Ihnen erstens sagen, dass ich solche Vergleiche, die den Landkreis Görlitz betreffen, durchaus für legitim und angebracht halte. Und dann muss ich Sie zweitens, so leid es mir auch tut, an den Artikel 18 (1) der Sächsischen Verfassung erinnern:

    “Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.”

    Man sollte nie solche Sprüche machen, wenn man sie nicht einhalten kann oder will.
    Würde das die Klassenbildung in Gaimersheim betreffen, würde sich doch niemand aufregen. Aber wenn so etwas in Sachsen und dazu auch noch im Landkreis Görlitz auftritt, dann liegt doch auf der Hand, von wem diese Kompromisslosigkeit ausgeht. Man darf sich nicht wundern, wenn Druck dann Gegendruck erzeugt. Das alte NEWTONsche Gesetz “actio=reactio” läßt sich hier 1:1 übertragen.
    Aber da ich merke, dass Sie gern in Gesetzen nachlesen, verweise ich Sie auf den Artikel 29 (1) der Sächsischen Verfassung:

    “Alle Bürger haben das Recht, die Ausbildungsstätte f r e i zu wählen.”

    Wie war das mit dem Erst- und Zweitwunsch der Schulwahl in den letzten beiden Jahren ? Fragen Sie mal die betroffenen Eltern!
    Ach so: Da müssen wir noch über Freiheit sprechen. Is`doch klar, is`Einsicht in die Notwendigkeit. Nein, das passt mir aus historischen Gründen nicht, also nehmen wir: “Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.” Ist das auf Sachsen und den Landkreis Görlitz anwendbar? Um Gottes Willen, nein. Herr Müller, waren Sie nicht auch 1989 im Karli-Haus?
    Sie werden mir jetzt Polemik vorwerfen. Ich habe das Zeug nicht in die Welt gesetzt. Und zum Schluss: Zu einer Lösung wie im “Kaukasischen Kreidekreis” sind wohl beide Seiten nicht mehr bereit. Die Kinder werden wohl zerfetzt werden. Mir tut`s leid.

  8. Hallo Schulrebellen und andere, die es nicht sein wollen,

    Ihr Thema ist sicher hoch brisant und geeignet unendliche Diskussionen, oder sogar rechtliche Streitereien, zu führen. Als (ehemals?) betroffener Vater in einer ähnlichen Situation möchte ich zu umgehender Bereinigung raten. Das ganze Leben muss leider voller Kompromisse sein!

    Kompromiß
    „Ein Kompromiß ist nur dann gerecht, brauchbar und dauerhaft, wenn beide Parteien damit gleich unzufrieden sind.“
    Henry Kissinger (*1923), amerik. Politiker, 1973 Friedensnobelpr.

    In unserer Gemeinde (> 4000 Einwohner!) war die Mittelschule schon geschlossen und die Schüler der Grundschule sollten gleich auf 3 Mittelschulen angrenzender (Klein-) Städte „aufgeteilt“ werden, obwohl alle zu einem „Favoriten“ wollten. Anfänglicher Protest bröckelte sehr schnell. Trotz Fürsprache parteiloser Regionalpolitiker, meinem Auftritt bei einer Sitzung des Kreistages und der Unterstützung unserer Bürgermeisterin musste jede Familie für sich selbst entscheiden. Ich habe den Bescheid für die zweitbeste Lösung der weiteren schulischen Laufbahn meiner Tochter dann sogar per Einschreiben mit Rückschein erhalten.
    Mit Erfahrungen aus der Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Dresden und als Friedensrichter kann ich hier nur nochmals zur schnellen und nicht immer besten Lösung raten. Zurück zum Alltag!…. es sind nur 5 Jahre, da kommen gleich viel wichtigere Themen: Abschlussprüfung, Berufswahl usw.
    Als guter „Gegner“ im Forum ist mir Frank Müller aufgefallen (Google: Frank Müller Seifhennersdorf?). Hier sollten die „Rebellen“ vielleicht doch mal versuchen die Argumente unabhängig zu lesen. Schaffen Sie sich keine Feindbilder in der Stadt, so leben Sie besser zusammen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Schumann

  9. Hallo Herr Schumann,
    vielen Dank für die Blumen! ;-D
    Übrigens, um dem Herrn Müller aus Seifhennersdorf nicht Unrecht zu tun (und da ich mir vorstellen kann, welches Ansehen Gegner des s.g. “Protestes” haben) muss ich hiermit klarstellen, dass wir nicht ein und die selbe Person sind!
    Anmerkung durch Henry:
    Der hier postende Frank Müller scheint immer der Gleiche zu sein.

    Oh mein Gott, und Mut beweisen Sie auch noch! Als Vertreter der sächsischen Gerichtsbarkeit und somit erklärte Feindperson der s.g. “Schulrebellen” bin ich auf die Reaktion zu Ihren Argumenten gespannt (zu meinen Argumenten gibt es ja bis jetzt noch nichts…).
    Aber da das Verwaltungsgericht die Klage der Stadt Seifhennersdorf heute vertagt hat, werden den Kindern wohl bis Jahresende weitere unentschuldigte Fehltage und nicht anerkennbare Zensuren durch den nun sicherlich weiterhin nicht endenden “Protest” der Eltern aufgebürdet.

    • Wie war das noch einmal: Das Schulgesetz könnte gegen die Sächsische Verfassung bzw. das Grundgesetz verstoßen…

      Ja, das wird es wohl tun! Zumindest bin ich als Nicht-Jurist davon überzeugt.

  10. Liebe Schulrebellen,
    werte kritische Mitdiskutanten,

    es geht für mich in Seifhennersdorf nicht „nur“ um 2 Kinder über oder unter einer mehr oder minder willkürlich festgelegten und durch Gesetz legitimierten Grenze für die Bildung von Klassen. Ich möchte eine andere Schule in unserem Land! Eine Schule für Alle – für Starke, Schwache und Behinderte, eine Schule mit weniger Leistungsdruck, eine Schule mit modernen Lerninhalten und innovativen Lernmethoden.
    Eine solche Schule braucht bildungspolitische Freiräume und nicht starre Klassenteiler, braucht kleinere Klassen, engagierte, gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer. Eine solche Schule bringt nicht nur starke Kinder hervor. Darin liegt die Chance für den ländlichen Raum, die demografische Entwicklung, die uns besonders betrifft, zum Um- und Neubau des Bildungssystems zu nutzen. Schulschließungen sind dabei ein sicherlich kosteneffektiver, aber mit Abstand der unkreativste bildungspolitische Weg.
    Eine solche Schule scheitert jedoch am gegenwärtigen sächsischen Schulgesetz. Gesetze aber sind nicht unveränderlich. Die Einsicht des Gesetzgebers in die Notwendigkeit zur Veränderung des gesetzlichen Rahmens wächst über einen mehr oder minder langen und häufig auch sehr strittigen Diskurs in der Gesellschaft. Ich halte es geradezu für eine „Bürgerpflicht“, übrigens zunächst altersunabhängig, sich in solche gesellschaftlichen Zukunftsfragen einzumischen.
    Dieses Einmischen erfordert Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit. Und es gehört eine Menge Mut dazu, Emotionen spielen eine große Rolle. Aber so und nur so funktioniert eine lebendige Demokratie, wie ich sie verstehe.
    Es geht also nicht nur um Seifhennersdorf, um die Anerkennung von Mehrheitsentscheidungen oder persönliche Lebenswege: Es geht um die Zukunft von Schule in unserem Kreis und unserem Land!
    Kathrin Kagelmann – Vorsitzende Fraktion Die LINKE im Kreistag Görlitz

  11. Na Gott sei Dank äußert sich jetzt auch endlich eine Vertreterin der Partei in Deutschland, die immer dann in Erscheinung tritt wenn es gilt, die Geknechteten, Rechtlosen und Ausgestoßenen (Ablehnung von Hartz IV, Ablehnung sämtlicher Bundeswehreinsätze, Ablehnung des ESM und des Fiskalpaktes zur Bekämpfung der Euro-Finanzkrise, Ablehnung der griechischen Anstrengungen zur Rettung des Landes u.s.w. u.s.w.; Stattdessen Forderung nach Mindestlöhnen, Forderung einer Zuschussrente, Forderung nach Abschaffung der Sicherheitsbehörden u.s.w. u.s.w.) in diesem Staate zu verteidigen…
    Und diese wunderbare allgemein gehaltene Argumentationsweise! Ganz nach Politikermanier, viel geredet aber nichts gesagt. Wie ich sie liebe!
    Aber nun genug von meinen persönlichen Befindlichkeiten gegenüber Ihrer Partei.

    Punkt 1: “Es geht für mich in Seifhennersdorf nicht „nur“ um 2 Kinder über oder unter einer mehr oder minder willkürlich festgelegten und durch Gesetz legitimierten Grenze für die Bildung von Klassen.”
    Nun Fr. Kagelmann, worum geht es denn in Seifhennersdorf sonst? Und wie Sie schon sehr richtig anführen –> DURCH GESETZ LEGITIMIERTE GRENZE!

    Punkt 2: “Ich möchte eine andere Schule in unserem Land! Eine Schule für Alle – für Starke, Schwache und Behinderte, eine Schule mit weniger Leistungsdruck, eine Schule mit modernen Lerninhalten und innovativen Lernmethoden.”
    Mir war so gar nicht bewusst, dass in unserem Land Kinder wegen einer evtl. Benachteiligung “hinten runterfallen”. Mir war so, als wenn für jedes Kind in unserer Gesellschaft die Möglichkeit geboten wird, sich individuell nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entfalten!? Sollte dies in der Vergangenheit anders gewesen sein, hätten wir doch bestimmt schon einen Einspruch aus Karlsruhe gehört, oder!?
    Wenn ich mir meinen Sohn anschaue, war ich mit den von ihm bis jetzt besuchten Schulen sehr zufrieden. Die Kinder wurden mit den von Ihnen geforderten modernen Lerninhalten und innovativen Lerninhalten gefördert. Mein Sohn besucht jetzt eine Mittelschule in der Umgebung von Seifhennersdorf und auch dort konnte ich mich von der sehr ansprechenden modernen Lernumgebung überzeugen! Moderne Technik ist Bestandteil des Unterrichtes, die von Ihnen geforderten engagierten und gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer habe ich persönlich kennengelernt.
    Sollte jemand in diesem Land den Wunsch nach bildungspolitischen Freiräumen haben, so stehe es ihm natürlich frei, den Weg an die in unserer Region z.B. vorhandenen “Schkolas” zu finden. Hier kann man dann völlig ungezwungen, ohne die einengenden jedoch in meinen Augen notwendigen Formalien wie Notengebung (in den ersten Jahren), s.g. Formen des Frontalunterrichtes sowie den durch Sie bemängelten Leistungsdruck vor sich hin lernen. Man möge mir den Rückfall in persönliche Befindlichkeiten verzeihen.
    Sie beschreiben in Ihren Forderungen den bildlich gesprochenen “Ritt in den Sonnenuntergang”. Alles hat sich zum Guten gewendet, jedes Kaff (man möge mir erneut verzeihen!) besitzt seine eigene Schule mit tausenden von engagierten und gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern, die allesamt großherzig auf ihr Gehalt verzichten. Diese Schulen altern selbstverständlich niemals, benötigen im Winter keine Heizung und der Strom kommt ja auch kostenlos aus der Steckdose. Und dies natürlich ganz ohne Atomstrom, da wir ja sämtliche Leitungsnetze an unseren Grenzen gekappt haben und in Deutschland genug Strom aus erneuerbaren Energien jederzeit zur Verfügung steht, da ja die von der LINKEN geforderte Abschaffung der Deckelung dieser Energien Gesetz geworden ist (Oh, Verzeihung, anderes Thema). Somit entstehen durch den Erhalt dieser Schulen auch den Kommunen keine Kosten; wenn doch wäre es ja auch egal, unsere Kommunen schwimmen ja förmlich im Geld!
    Stichwort FINANZIERUNG!?

    Natürlich übe ich nicht nur Kritik an Ihrem Kommentar. Jedoch beschränkt sich meine Zustimmung lediglich auf den Satz: Gesetze aber sind nicht unveränderlich.
    Jedoch sollte bei dem Wunsch nach Veränderung jeweils die Verhältnismäßigkeit der Mittel im Auge behalten werden. Und dies geschieht durch den kompromisslosen “Protest” der “Schulrebellen” in Seifhennersdorf derzeit wohl nicht. Und eine Vertreterin einer im Sächsischen Landtag wie auch im Bundestag vertretenen Partei ermutigt zwischen den Zeilen noch dazu, diese Politik auf dem Rücken der Kinder fortzuführen.
    Na dann, lasst uns 2013 Vertreter ihrer Partei wählen und auf ein Leben in Frieden und Wohlstand hoffen.
    Man möge mir abschließend erneut verzeihen, dass ich in diesem Kommentar meine gewohnt sachliche Diskussionsweise verlassen habe. Jedoch würde ich mit meinen Steuergeldern diese vorgeschlagene Politik des allen Rechtmachens mitfinanzieren, und da sind wohl die Gäule mit mir durchgegangen.

    • “Mir war so gar nicht bewusst, dass in unserem Land Kinder wegen einer evtl. Benachteiligung “hinten runterfallen”. Mir war so, als wenn für jedes Kind in unserer Gesellschaft die Möglichkeit geboten wird, sich individuell nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entfalten!? Sollte dies in der Vergangenheit anders gewesen sein, hätten wir doch bestimmt schon einen Einspruch aus Karlsruhe gehört, oder!?”

      Lange hab ich überlegt ob ich ihnen auf eine Ihrer Schmähreden, ja als solche möchte ich sie bezeichnen, denn von Kritik sind sie leider weit entfernt, antworte. Aber nun kann ich doch nicht anders, wer so etwas von sich gibt wie das was ich eben von Ihnen zitierte, der ist fern jeglicher Realität in Deutschland, der disqualifiziert sich einfach. Mit jemanden der annimmt das das deutsche Bildungssystem (ausdrücklich das deutsche, nicht nur das sächsische Bildungssystem) keine Benachteiligungen enthalte, der ist nicht nur blind auf einem Auge, der hält beide Augen fest verschlossen.

      Bleibt mir nur zu hoffen, das es mehr Menschen gibt die die Augen öffnen, denn wie stellte schon Albert Einstein fest: „Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“

  12. Und dies ist genau das Problem mit den “Schulrebellen”! Ich habe mich bemüht, sachlich zu diskutieren und konstruktive Kritik zu üben. Wieso äußern Sie sich denn nicht mal auf meine Kritik im Kommentar vom 06.November, 23:12 Uhr, liebe Renate?
    Zum Beispiel zum Thema Datenmissbrauch, Drückerkolonne, fehlende Loyalität eines staatlichen Angestellten zu diesem Staat, die Frage, wo Sie denn die Grenze für eine Aufstellung der 5. Klasse ziehen und vor allem (und dieser Punkt ist mir besonders wichtig) die durch Ihre “Rebellen” entfachte Schlammschlacht gegen die umliegenden Schulen.
    Stattdessen werfen Sie mir Schmähreden vor. Man könnte fast meinen, Ihnen sind die Argumente ausgegangen oder Sie haben kein Interesse an einer sachlichen Diskussion mit Austausch auch von kritischen Argumenten. Fehlt Ihnen in Seifhennersdorf dazu mittlerweile der Weitblick? Ich kann Ihnen nur raten, nehmen Sie mal die Scheuklappen ab und schauen Sie mal über den Zaun Ihres kleinen gallischen Dorfes.

  13. So, so! Sie diskutieren sachlich und konstruktiv? Da bin ich gespannt, wie Sie auf folgende konkrete Fragen antworten:

    1.Wie stehen Sie zur Bildung der 5. Klassen in den letzten 2 Jahren in Rothenburg? (Die Zahlen stehen oben.
    Hintergrund: Gleichheit aller Bürger vor der Sächsischen Verfassung
    Ausdrückliche Feststellung, um Unterstellungen Ihrerseits auszuschließen: Ich wünsche nicht, dass Rothenburg geschlossen wird, sondern dass Seifhennersdorf auch die gleiche Chance bekommen hätte)
    .
    2.Wie stehen Sie zur Begründung der Aussetzung und Verschiebung des Gerichtsentscheids des Verwaltungsgerichts, in der Zweifel an der Verfassungskonformität des Sächsischen Schulgesetzes geäußert werden?
    Müssen erst 17 Seifhennersdorfer Elternhäuser einen monatelangen Kampf führen, bis das bemerkt wird?

    3.Wie steht es mit der Förderung nationaler Minderheiten in Sachsen
    Ich kritisiere, dass man die meisten einzügigen Schulen im sorbischen Gebiet so drastisch, ja radikal, demontiert hat, obwohl diese eine besondere kulturelle Bedeutung auch in Hinsicht auf die deutsche Vergangenheit hatten und man sich von offizieller Seite andererseits ständig mit diesen Federn schmückt.

    4. Wie antworten Sie, wenn die Lehrerstellenfrage heute immer prekärer wird?

    Begründung: Seit 21 Jahren wird von jeder Schule zu Schuljahresbeginn die sogenannte amtliche Schuljahresstatistik mit amtsseitiger Vehemenz abgefordert. Darin sind die Lehrer mit ihrer Ausbildungsart und vor allem auch ihrer Altersgruppe exakt aufzuführen. Und nun will man uns erzählen, dass man in Kürze Lehrermangel haben wird, weil “plötzlich” so viele in die Rente gehen? Man sollte lieber sagen, was man in der Personalpolitik falsch gemacht hat.

    5.Und wenn Sie das chronische Finanzproblem Sachsens ansprechen:
    Wie stehen Sie dazu, dass wir Steuerzahler jetzt für die 2 700 000 000 € einstehen müssen, die die Sächsische Landesbank versenkt hat, die jetzt auf allen Gebieten hereingetrieben werden müssen? (unter Aufsicht bedeutender sächsischer Politgrößen – die Linken waren nicht dabei.. Unterstellen Sie mir bitte jetzt nicht, wenn ich das feststelle, ich hätte aus dem falschen Glas getrunken, denn ich war bisher CDU-Wähler.)
    Wie stehen Sie dazu, dass dafür im Endeffekt Lehrer und auch Polizisten eingespart werden müssen? Wie stehen Sie dazu, wenn hier neben der Mittelschule am vergangenen Wochenende in derselben Kleingartensparte insgesamt 4mal in 3 Tagen in dieselben Lauben eingebrochen wurde und den Spartenmitglieder nichts als eine Tagebuchnummer der überlasteten Polizisten bleibt?
    Ich frage Sie das am heutigen 9. November 2012, weil gerade heute vor 10 Jahren gegen 22.00 Uhr ein Brandanschlag auf diese Mittelschule verübt wurde und die Täter bis heute unerkannt blieben.
    Und gleichzeitig konstatiere ich, dass unsere Bürgermeisterin Frau Berndt genau diese 10 Jahre und 2 Monate im Amt ist und es vor allem ihr und der volle Einsatz aller Fraktionen der Stadt Seifhennerdorf ist, dass die Schule wieder steht.
    Unsere Schulrebellen lesen übrigens alle einschlägigen Gesetze und Verwaltuingsvorschriften und arbeiten mit zugelassenen Anwälten zusammen. welche also wie Sie sehen, auf dem Boden unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehen.

  14. Wäre natürlich schön gewesen, wenn die Schulrebellen erst auf meine Kritikpunkte reagiert hätten statt immer neue “konkrete Fragen” zu stellen und vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Vielleicht waren meine Kritikpunkte auch etwas konkret und auf den Punkt gebracht. Aber nun sind wir ja offensichtlich schon bei der Diskussion über die Kriminalitätsstatistik gelandet. Und diese Diskussion weicht für mich doch etwas sehr vom Thema ab. Vielleicht sollten wir das hier so handhaben, wie wahrscheinlich bei ihrer Art von Argumentation jede ihrer Diskussionen mit Vertretern der Behörden endet… Mit einem Abbruch. Lesen sie vielleicht meinen Kommentar zum Thema Radikalität nochmal durch (natürlich nur den großgeschriebenen Teil!) und gehen vielleicht mal etwas in sich, ob sich da evtl. irgendwelche Gemeinsamkeiten bei den “Schulrebellen” erkennen lassen…

    Beste Grüße nach Seifhennersdorf

  15. Eine Frage zu Ihrer Einlassung: “Ablehnung sämtlicher Bundeswehreinsätze”
    Ich ergänze vorsichtig: – im Ausland- meinen Sie?
    Das hat aber doch schon Karl Liebknecht 1916 getan, als er die Kriegsanleihen des Kaiserreichs ablehnte! Da sind die Linken doch wenigstens einmal konsequent. Wieviel deutschen Menschen hätte es das Leben gerettet, wenn nicht so viele Dietrich Hesslings dafür gestimmt hätten? Vielleicht wäre uns da WK II auch noch erspart geblieben. Welch tolle Perspektive!
    Sie befürworten diese Einsätze. Na, gut. Da kommen aber einige Soldaten und Soldatinnen als geistig gestörte, andere als körperlich zerstörte Wracks und einige in Plastesärgen zurück. Ich wüsste sehr gern, wie Sie reagieren, wenn Ihr Sohn eines Tages den Wunsch äußert, Berufssoldat zu werden und ihm ein Einsatz wie etwa in Afghanistan “angeboten” wird. Sie werden sicher sagen, da gehe ich sofort mit, mein Junge. Kämpfen wir zusammen gegen die bösen… Aber da Ihr Sohn noch klein ist, werde ich das nicht mehr erleben.
    Für mich steht die Frage nach zwei Weltkriegen, die von Deutschland ausgingen, anders. Welche Partei ist strikt gegen das Verheizen unserer Jung`s und jetzt auch Mädel`s in sinnlosen Stellvertreterkriegen? Gerade diesen Punkt des Programms der Linken verächtlich zu machen, finde ich unerträglich. Über vieles andere lässt sich diskutieren, da erhalten die Linken nicht immer meine Zustimmung. Dabei zähle ich mich nicht als blinden Pazifisten. Für mich gilt: Verteidigung ja, aber über die Bündnisgrenzen hinaus – nein und nochmals nein. Ich habe noch in der NVA als Wehrpflichtiger gedient, deren Strategie es war, “den Gegner auf eigenem Territorium zu vernichten”. Das habe ich auch nicht verinnerlichen können, weil ich auf dem Territorium des Gegners Verwandte hatte und diese für mich keinen Feinde waren und – soweit sie noch leben- auch heute nicht sind.
    Doch wenn man sich schon auf so eine Unternehmung wie in einen Krieg eingelassen hat, so soll man wenigstens sagen, was los ist und nicht behaupten, dass wir nur Kinderspielzeug verteilen. Da stehe ich sogar zu Guttenberg. Außerdem sollte man Soldaten wie Oberst Klein nicht verurteilen, wenn er militärisch zu bewältigen versucht, was nicht zu bewältigen ist. Dann verstecken sich die Politiker in ihren Parlamentssesseln und rufen: Buh, du bist aber ein Böser. Sie selbst sind natürlich sauber, weil “demokratisch” legitimiert.
    Deutschland hat es nach meiner Auffassung 1990 verpasst, in Neutralität einig zu werden. Dieses zugelassen zu haben, ist für mich ein Hauptfehler des ansonsten von mir geschätzten Gorbatschows. Aber da bin ich wohl ein Fossil mit meiner Auffassung. Krieg ist offensichlich geil und Drohneneinsatz ist wie ein Computerspiel. Tschüss sagt der schoololdie.

  16. Schulschließungen, Stellenabbau bis zum Lehrermangel, Kriminalstatistik und Polizistenabbau – da ist kein Zusammenhang ?
    Es gibt Dinge, da muss auch der Staat weiter als eine Wahlperiode voraussehen.
    Ich frage nichts mehr, denn ich kann das nicht als Wohltat bezeichen. Sie haben recht, wir sind mit unserer Diskussion am Ende.

  17. Sehr geehrter Herr school oldie,
    im Gegensatz zu Ihnen habe ich auch Ihre Freiheit in Afghanistan verteidigt. Und zwar auch über ein Weihnachtsfest in den 2000er Jahren, und das sogar freiwillig, stellen Sie sich das mal vor!!! Und warum? Weil ich meinem Land dienen wollte, auch über den Schreibtischjob hinaus! Stellen sie sich mal folgende Situation vor: Sie gehen als deutscher Soldat in deutscher Uniform durch einen amerikanischen Supermarkt und eine AMERIKANISCHE Familie kommt auf sie zu und sagt beim Betrachten meines Afghanistan-Aufnähers zu ihnen: “Thank you for your service in Afghanistan.” Falls ich für sie übersetzen soll: Vielen Dank für Ihren Dienst in Afghanistan! Und genau diese Dankbarkeit ist es, die ich von Leuten wie Ihnen vermisse! Einfach dafür zu danken, dass man auch für Sie seinen Arsch in Afghanistan oder anderswo auf der Welt hinhält und seinem Land dient! Also, kommen Sie mir bitte nicht mit Ihrem Bündnisgeheule! Da verliere ich echt die Fassung wenn ich so einen Scheiss lesen muss von Leuten, die in ihrem Leben wahrscheinlich noch nicht so oft aus ihrem beschaulichen Dorf rausgekommen sind!
    Sie maßen sich hier an, die Umstände sowie die Gegebenheiten, die in Afghanistan herrschen, zu beurteilen. Wo haben Sie denn ihr Wissen her? Hoffentlich nicht RTL aktuell!?
    Mit solchen Kommentaren haben Sie bei mir genau den Richtigen erwischt!

    • Ja, sieht so aus als kämen wir deinem Pudels Kern näher. Du hast den Amis den Arsch gesalbt, aber nicht Deutschland! Wer hat denn ein Problem mit diesen Staaten? DE eigentlich nicht, eher sogar im Gegenteil. Eventuell haben sie sich auch nur über dich lustig gemacht. Da müßte man das Original hören. Überhaupt haben Amis eine andere Redeweise: Es sagt nichts, wenn sie sagen du könntest jederzeit vorbeikommen. Kommst du dann, schauen sie erstaunt. Wenn sie sagen, sie spendieren dir ein Bier wenn sie dich treffen, ist das schon ne Klasse besser.
      Und es hat auch nichts mit den Schulrebellen zu tun.

      Ich komme übrigens weder aus Seifhennersdorf (s.u.), noch kann man mich als nicht weit rumgekommen betrachten. Wie das bei den anderen ist, ist individuell. Einer war in München, eine in Berlin, ne andere in Stuttgart. Lesen zu meiner Person ist dir auch nicht zugetan, oder? Naja, bleib in deinem geistigen Gefängnis.

      Dein früheres Posting werde ich beantworten, weil es so nicht stehen bleiben kann. Nicht, weil ich nichts besseres zu tun hätte.

      Was unseren Wohnort angeht:
      Wir sehen als Familie aber ein, daß extra für Spitzkunnersdorf ne 5.Klasse momentan nicht realisierbar ist. Nach meiner Statistik dürften es 4 Kinder sein.
      Andererseits unterrichtet die Schkola Hartau z.B. zumindest die Grundschüler in 4 Jahrgangsstufen in einer Klasse. Und das mit Erfolg.

  18. Oh, Henry hat auch 4 Jahre in den Staaten gelebt und kennt sich daher aus in der Weltgeschichte.
    Auf die Anworten zu meinem Posting bin ich echt gespannt!

  19. Liebe “Schulrebellen”, liebe Lehrer/innen, Eltern und Kinder,

    ich finde es unglaublich beeindruckend, was Sie tun und dass Sie durchhalten und habe vor Ihrem Engagement und Ihrem Handeln sehr großen Respekt! Man mag sich gern hier und da um Legalität streiten. Legitim finde ich Ihren “Aufstand” allemal. Denn das Problem, das Sie bekämpfen, haben nicht Sie verursacht, sondern die Regierung des Freistaates Sachsen, die mit ihrer Schulschließungs- und Bildungspolitik systematisch den ländlichen Raum ausgetrocknet und unser Bildungssystem gegen die Wand gefahren hat. Danke, dass hier mal “ganz normale Bürger” zeigen, wo Schluss sein muss. Wie schwer es dieser Regierung fällt, die Wirklichkeit und die Bedürfnisse der Leute wahrzunehmen, zeigt die absurde Aktion “Bürgerkompass”. Für Kosten von insgesamt 140.000 Euro hat sich die Staatsregierung 200 Bürger eingeladen, um zu erfahren, was sie bewegt. Herausgekommen ist: Die Bürger wollen mehr Lehrer, kleinere Klassen, mehr Polizisten und einen gesetzlichen Mindestlohn. Überraschung! Das alles sind Forderungen, für die viele Lehrer und Polizisten und die Gewerkschaften seit Monaten demonstrieren! Vieles, was schwarz-gelb gerade tut, ist wie der Bürgerkompass an Absurdität kaum zu überbieten. Liebe Schulrebellen – haltet durch und macht weiter. Spende ist unterwegs ;-) Beste Grüße und vielen Dank! Sabine Friedel MdL (SPD)

    • Hallo an alle Kinder, Lehrer, Eltern …

      ich bin weder Elternteil eines der betroffenen Kinder noch Lehrer oder MdL. Ich habe mich einfach als Reaktion auf einen Zeitungsartikel hier mal umgeschaut. Klar das die Sache sehr emotional diskutiert wird aber wie weit soll das noch führen. Beide Seiten beschimpfen und beleidigen sich und von Sachlichkeit kann keine Rede sein. Klar das sich so kurz vor der Wahl auch die Politiker zu Worte melden und Spenden ankündigen. Aber, liebe Frau Friedel MdL, auch ihre Partei hat sich in der Regierungsverantwortung zu Zeiten von Rot/Grün zum Thema Bildung auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ich bin mir wirklich nicht sicher ob es hier wirklich um das Wohl der Kinder geht. Einige scheinen sich hier nur profilieren zu wollen (um es mal vorsichtig auszudrücken). Die Diskussionen zum Thema Bundeswehreinsatz, Amerika und Afghanistan sind hier fehl am Platze. Seid ihr so ein Vorbild für eure Kinden, für die ihr das ja angeblich alles tut !? Ist das die Form von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit die Ihr euren Kindern vermittelt ? Wie viele von euch handeln wirklich konform mit dem Willen ihrer Kinden ? Wenn euer Kind morgen kommt und euch sagt “Ich will das nicht mehr, lasst mich in die Schule nach z.Bsp. Oderwitz gehen.” was wird dann ? Stellt euch die Frage ! Tut ihr das wirklich für eure Kinder oder um ein wenig Aufsehen zu erregen. Ich kann nur hoffen das hier so schnell wie möglich eine vernünftige Lösung gefunden wird.

      Grüße von der Küste
      Steffen Harns

      • Bislang wurde nach meinem Wissen den Wünschen der Kinder nach Wechsel in mehreren Fällen nachgekommen. Natürlich muß dem ein eingehendes Gespräch vorausgehen. So einfach mal schnell wechseln weil der Tag mies war, geht nicht.

        • Genau so ist es Henry, wobei sich auch einige Kinder den Entscheidungen der Eltern fügen mussten, da diese beispielsweise im ‘Staatsdienst’ beschäftigt sind.

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